Oberflächenbearbeitung

Im Mittelpunkt steht das Schleifen oder Polieren der Oberfläche eines Werkstückes. Ursprünglich reine Handarbeit, entstanden im 19. Jahrhundert aus dem Wunsch nach einer gleichmäßigen Bearbeitungsqualität und zur Verringerung von Ausschussquoten erste Anlagen zur Oberflächenbearbeitung in Gleitschleiftechnik.

Im Gleitschleifprozess werden die zu bearbeitenden Rohteile dabei von Schleifkörpern bzw. Polierkörpern mit verschiedenen Geschwindigkeiten umströmt und dadurch unterschiedlich geschliffen bzw. poliert. Zum Entgraten und Schleifen kamen im Laufe der Zeit Entzundern, Entrosten, Glätten, Glänzen, Polieren, Trocknen, Ölen und Entfetten als Einsatzgebiete hinzu, welche sich für eine Vielzahl von Werkstücken eignen. Edel-, Bunt- und NE-Metalle, ihre Legierungen, verschiedenste Kunststoffe und mineralische Materialien wie Edelsteine sind nur einige Beispiele dafür.

Die Oberflächenbearbeitung wird im Wesentlichen bestimmt durch 3 Faktoren:


Je nach Größe, Menge, Material und Qualität der zu bearbeitenden Teile und des angestrebten Ergebnisses stehen verschiedene Anlagen zur Verfügung: wobei sich die Anlagen im Wesentlichen in Konstruktion und Antriebsart unterscheiden.


Faktoren wie Drehzahl, Frequenz und Fliehkraft bestimmenden spezifischen Schleif- und Polierdruck auf das Werkstück. Im Bereich der Arbeitsverfahren unterscheidet man Nassbearbeitung und Trockenbearbeitung, die immer öfter eingesetzt werden. Entscheidend für das Ergebnis sind die zum Einsatz kommenden Verfahrensmittel: Schleif- bzw. Polierkörper und Verfahrenspräparate.

Beim Nassverfahren werden die Werkstücke und die jeweiligen Schleif- oder Polierkörper im Arbeitsbehälter in eine Relativbewegung zueinander gebracht, wobei beim Nassprozess zusätzlich Wasser und flüssige Verfahrenspräparate die Oberflächenbearbeitung steuern. Um im Gleitprozess optimale Ergebnisse zu erzielen, müssen also die drei Faktoren Anlagenart, Arbeitsverfahren sowie Verfahrensmittel optimal aufeinander abgestimmt sein. Der Abrieb von Werkstücken und Schleifkörpern, Reste der Verfahrenspräparate, evtl. Öle und Fette können die Gleitschleifabwässer belasten.

Eigenverantwortung und gesetzliche Vorschriften verlangen deshalb die Einhaltung von Grenzwerten, insbesondere bei Materialien und organischen Bestandteilen. So wird der Schutz der Umwelt ein immer wichtigeres Thema bei der Oberflächenbearbeitung, welches wir mit einem zuverlässigen Partner für Abwasser- und Umwelttechnik unterstützen.